Die doppelte Ausbeutung der Frau im Kapitalismus

Dokumentation des Redebeitrags einer Genossin auf der 8. März-Demo in Duisburg:

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Liebe Freundinnen, liebe Genossinnen, liebe Verbündete,

heute soll es bei mir um die Arbeit gehen. Um die Arbeit von Frauen im kapitalistischen System. Die Arbeit in Beruf und Familie, die Ausbeutung in Lohn- und Reproduktionsarbeit. Also, die doppelte Ausbeutung der Frau im Kapitalismus. Wie unsere Arbeit abgewertet und zur Selbstverständlichkeit degradiert wird, obwohl sie es ist, die unsere Gesellschaft stützt und ohne die sie keinen einzigen Tag funktionieren könnte.

Wir Frauen leisten immer noch den größten Anteil der unbezahlten Haus- und Sorgearbeit und stellen so das versorgerische Grundgerüst, auf dem unsere Gesellschaft aufgebaut ist. Diese Arbeit wird auch Reproduktionsarbeit oder Carearbeit genannt und beinhaltet Haushaltsarbeiten, Kinderbetreuung und die Betreuung pflegebedürftiger Menschen in der Familie, im Bekanntenkreis, aber auch die Organisierung und Delegierung von Familien, zum Beispiel in Bezug auf Gesundheit, Sozialleben oder wichtige Termine. Reproduktionsarbeit hat in unserer Gesellschaft die Funktion, die menschliche Arbeitskraft für die Produktionsarbeit zu erhalten, neue Arbeiter heranzuziehen und kostspielige, aufwendige Aufgaben eines Sozialstaates wie Kinder-, Kranken- und Altenpflege, damals wie heute, so weit wie möglich auszulagern. Es ist die Produktion menschlicher Arbeitskraft.

Neben dieser unbezahlten Arbeit gehen viele Frauen zusätzlich einer Lohnarbeit in Teil- oder Vollzeit nach. Viele in Berufen, die ebenfalls mit Fürsorge und Gesundheit zu tun haben. In der Altenpflege waren 2020 rund 83% der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten Frauen. In der Krankenpflege waren es 80% und im Bereich der frühen Bildung 93% Frauen.

Ich denke, dass ich hier für uns alle spreche, wenn ich sage, wir sind erschöpft. Es reicht. Pflege- und Sorgearbeit im Beruf, wie zu Hause muss nicht nur anerkannt, gerecht vergütet, aufgestockt und gleich verteilt sein – es ist auch Zeit, das System dahinter zu verstehen und zu stürzen. Denn durch Reform können wir vielleicht beeinflussen, wie viel oder wenig Lohn wir bekommen, aber die Wurzel des Problems, können wir so nicht zerschlagen. Denn der Kapitalismus reproduziert das Patriarchat, erhält es aufrecht und unsere tatsächliche Befreiung muss auch sein Ende bedeuten.

Es ist vielen ein leidiges Thema – die Hausarbeit. Kritik und Diskussion darüber wirkt obsolet, ja sogar altbacken in unserer progressiven Gesellschaft, in der ja nun mal 70% der Frauen erwerbstätig sind. Auch ist das Ernährer-Hausfrau-Modell eines, das überwiegend weiße, westliche Menschen betrifft. Diese Kritik am aktivistischen Fokus auf Reproduktionsarbeit ist nicht unwahr, aber sie birgt große Gefahren. Denn Reproduktionsarbeit verschwindet nicht einfach so, sie wird lediglich ausgelagert. Stellen wir sie nicht weiter in den Fokus, droht den Frauen, die weniger privilegiert sind als die Girl Bosse von heute, weiterhin die Immanenz im Privaten des Haushalts. Es droht weiter die Unsichtbarkeit ihrer Arbeit und die der prekär bezahlten Lohn- und Reproduktionsarbeit in der Pflege und Erziehung, die nun von marginalisierten Menschen erledigt wird.

Im Folgenden möchte ich euch zunächst zeigen, dass die unbezahlte Carearbeit in Deutschland im heterosexuellen familiären Kontext immer noch alles andere als gerecht aufgeteilt ist:

Eine Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der Hans-Böckler-Stiftung basierend auf Erhebungen aus 2013 und 2014 ergab, dass Frauen in Deutschland im Schnitt 2,4-mal mehr Zeit auf unbezahlte Pflegearbeit und 1,6- mal mehr Zeit auf Hausarbeit verwenden als Männer und das in einer Familie OHNE Kinder. Männer werden für mehr ihrer gesamt verrichteten Arbeit bezahlt, in Deutschland nämlich für 73%. Das liegt daran, dass sie öfter Vollzeitjobs ausüben als Frauen – insbesondere Mütter. Frauen bekommen nur 43% ihrer Gesamtarbeitszeit entlohnt. Vollzeitbeschäftigte Väter wenden nur ein Drittel ihrer Arbeitszeit auf die Betreuung von Kindern auf, während vollzeitbeschäftigte Mütter mehr als die Hälfte ihrer Gesamtarbeitszeit auf unbezahlte Reproduktionsarbeit verwenden und Teilzeitbeschäftigte sogar 70%. Frauen in Deutschland arbeiten im Durchschnitt täglich 4,5 Stunden unbezahlt.

Im Rahmen der Pandemie beleuchtet eine aktuelle Studie der Hans-Böckler-Stiftung aus 2021 die Auswirkungen der Coronakrise auf den Gender Pay Gap, Arbeitszeiten und die Aufteilung von Sorgearbeit. Die Ergebnisse sind besorgniserregend.

Der Gender Pay Gap, also der Unterschied zwischen dem durchschnittlichen Brutto-Stundenlohn von Männern und Frauen, ist nur scheinbar geringer geworden, da mehr Männer während der Krise ihren Job verloren haben oder in Kurzarbeit gehen mussten als Frauen. Zur Verdeutlichung der Lohndifferenz des Gender Pay Gaps: Erst gestern, am 07. März, war wieder Equal Pay Day, also der Tag, bis zu dem Frauen in Deutschland sinnbildlich umsonst arbeiten, während Männer schon seit dem 01. Januar für ihre Arbeit bezahlt wurden.

Aber zurück zur Studie: Der Rückstand der durchschnittlichen Erwerbsarbeitszeit von Frauen nimmt pandemiebedingt zu, da mehr Frauen zu Hause bleiben, um sich wegen geschlossener Schulen und Kitas um ihre Kinder zu kümmern. Es besteht die reale Gefahr, dass diese Verhältnisse auch nach der Pandemie bestehen bleiben, zum Beispiel weil Arbeitgeber an einer erneuten Aufstockung der Arbeitszeiten kein Interesse haben.

Auch wenn jetzt während der Krise Väter einen größeren Teil der Sorgearbeit übernehmen: Im Gesamtbild der Studie spricht vieles dafür, dass sich die bereits vor der Krise existierenden Ungleichheitsstrukturen nun tatsächlich verschärfen und diese so auch langfristig zu einer wachsenden Ungleichheit zwischen den Geschlechtern führen könnte. Es wäre kontraproduktiv, es nett zu verpacken: Besonders privilegierte und/oder konservative Männer haben oft merkwürdige Vorstellungen davon, was Hausarbeit bedeutet und wie sie zu gewichten ist. Deshalb brauchen wir echte Sensibilisierung, ohne schlechte Umsetzungen und halbherzig erledigte Carearbeit in den Himmel zu loben. In Familie und Gesellschaft progressiv wirken zu wollen, verschleiert die Realität qualitativ und quantitativ ungerecht aufgeteilter Reproduktionsarbeit. Wir müssen weg davon, dass Männer nur „helfen“, denn sie sollen nicht nur eine Hilfestellung leisten, sondern realisieren und verinnerlichen, dass Carearbeit auch IHRE AUFGABE ist.

Aber wir alle brauchen einen geschärften Blick, der weit über scheinbare Seitenhiebe auf Männer und die Dimension der Familie hinausgeht. Reproduktionsarbeit muss von uns allen verstanden und nach verschiedenen Gesichtspunkten analysiert und reflektiert werden. Denn natürlich kann sich beispielsweise der Umfang und die Verteilung dieser Arbeiten in einem Haushalt in Deutschland von einem Haushalt in anderen Ländern drastisch unterscheiden. Er kann je nach materiellen Mitteln in Qualität und Quantität variieren. Ein klassenbewusster Blick auf die Reproduktionsarbeit muss unsere Basis sein, denn, wie gesagt: Reproduktionsarbeit verschwindet nicht einfach, sie wird ausgelagert. Haushaltshilfen, Reinigungs- und Küchenkräfte – diese Jobs werden immer mehr von ohnehin marginalisierten Menschen, erledigt. Vorher unbezahlte Reproduktionsarbeit, wird nun also teilweise zu prekär bezahlter Arbeit, um z. B. das Bruttoinlandprodukt als Maß von Wohlstand zu steigern. Der gesellschaftliche Wohlstand wächst durch diese Kommodifizierung aber nicht, vielmehr sind marginalisierte Menschen von Rassifizierung, Repressionen und lohndrückender, steuerrechtlicher, bürokratischer Gängelei betroffen.

Dieses Muster findet Einzug in systemrelevante Berufe, vor allem da, wo sie privatisiert wurden. Erwartet wird eine fachkraftequivalente Arbeit bei einem schlechteren Anstellungsgrad, weil zum Beispiel Abschlüsse nicht anerkannt werden.

Die freie Marktwirtschaft, der Neoliberalismus mit seinem verzerrten Narrativ von Diversity und Emanzipation verschleiert das Schicksal all der Menschen, die nicht von diesem System profitieren, die gar gezwungen werden, es zu stützen und die von uns privilegierten Menschen, Männern wie Frauen ausgebeutet werden. Noch einmal: Die Reproduktionsarbeit verschwindet nicht, sie wird nur auf weniger privilegierte Menschen abgewälzt.

Warum Arbeit von Frauen sowohl auf der Lohnabrechnung als auch in Bezug auf gesellschaftliche Anerkennung weniger Wert zugemessen wird, hat historische und systemische Gründe. Unbezahlte Carearbeit, die traditionell von Frauen erledigt wird, generiert nämlich keinen Mehrwert im Kapitalismus. Die klassische Haus- und Sorgearbeit schafft einen Gebrauchswert, einen Nutzen für die Familie oder den Haushalt, produziert aber keine Waren und ist nicht Teil der Marktwirtschaft. Sie kann also nicht von Kapitalisten ausgebeutet werden. Die Eingliederung der Frau in den Arbeitsmarkt ging auch damit einher den Lohn aller zu drücken. Es gab nun doppelt Konkurrenz durch das Mehrangebot an Arbeiterinnen, was auch den Unwillen der männlichen Arbeiter auf die Frau als Konkurrentin zog. Im Laufe dieses Eingliederungsprozesses mussten Löhne nun auch immer weniger darauf ausgerichtet sein, eine Familie zu versorgen, sondern lediglich eine Einzelperson.

Das Narrativ sogenannter Frauenberufe und die Abwertung ihrer Arbeit beruht aber auch auf Geschlechterstereotypen und Rollenbildern. Die Frau ist doch wohl weiterhin fürsorglich und mütterlich, demnach arbeitet sie in der Pflege oder mit Kindern. Ein Ausbrechen aus diesen Verhältnissen bedeutet für Frauen teilweise heute noch, Ärger und Spott auf sich zu ziehen. Wo immer sie auch tätig ist: Der Arbeit von Frauen wird weniger Wert zugemessen. Weiblich assoziierte Berufe wie in der Pflege werden schlechter bezahlt und auch gleiche Arbeit ist minderwertig konnotiert. So stellen zum Beispiel gute Restaurants öfter männliche Kellner an und Männer sind natürlich auch die besseren Starköche. Die Abwertung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt geht zudem teilweise auch mit Sexualisierung einher. Zum Beispiel der Beruf der Sekretärin. Früher war Sekretär ein angesehener Männerberuf, nun wird er eher mit Frauen assoziiert und ist extrem sexualisiert.

Wir sehen also: Durch die kontinuierliche Diskreditierung der Lohnarbeit von Frauen ist sie noch heute schlechter bezahlt. Die unbezahlte Reproduktionsarbeit bleibt im Kapitalismus unsichtbar. Nur ihre Ergebnisse, nämlich die nachwachsenden und versorgten Arbeitskräfte sind für das System relevant.

Gekoppelt mit einer Sozialisation, einer Erziehung im Patriarchat, die auf Geschlechterstereotypen beruht, ist es kein Wunder, dass Care- und Hausarbeit heute immer noch so ungerecht verteilt sind. Die Rolle der Frau als Hausfrau und Mutter ist auch heute noch – manchmal offen, manchmal internalisiert und unreflektiert – vorherrschend.

Eines möchte ich an dieser Stelle noch deutlich hervorheben: Es geht mir hier darum strukturelle Hintergründe aufzuzeigen und nicht, Lebensmodelle von Frauen anzuprangern. Care- und Hausarbeit kann sehr erfüllend sein, sie ist wertvoll und ohne sie würde unsere Gesellschaft keinen einzigen Tag funktionieren. Leider bedeutet Reproduktionsarbeit in diesem System aber auch immer Abhängigkeit, da sie unbezahlt ist. Und die Arbeit im Haushalt ist noch auf anderen Ebenen prekär: Die Frau wird im Haushalt isoliert, ihre Arbeit gilt als ungelernt und der Arbeitstag ist unbegrenzt. Alleinerziehende Frauen sind besonders gefährdet. Altersarmut ist quasi vorprogrammiert. Je reaktionärer die Verteilung unbezahlter Arbeit in der Familie, desto höher ist das Risiko für häusliche Gewalt.

Außerdem ist die tatsächliche Reproduktion, also das Gebären und Erziehen von Kindern nicht mechanisierbar. Eine Geburt bleibt immer risikobehaftet und keine Maschine der Welt kann die Erziehung von Kindern übernehmen.
Was können wir also tun? Die Integration der Frau in die Arbeitswelt und der Kampf für gerechte Löhne und somit ökonomische Unabhängigkeit muss weitergeführt werden. Die Arbeit von Frauen muss als in jeder Hinsicht gleichwertig anerkannt werden, egal in welcher Branche, egal ob Reproduktions- oder Lohnarbeit. Unsere Forderungen und unsere feministische Praxis müssen sein:

Eine Reduktion der Normalarbeitszeit, gleiche und gerechtere Entlohnung, der Ausbau und die angemessene Finanzierung des Pflege-, Gesundheits- und Betreuungssektors, eine geschlechterbewusste Öffnung dieser Berufe und ein konsequenter Kampf gegen ihre Privatisierung. Eine geschlechtersensible Erziehung zu Hause, wie auch institutionell, muss unsere Basis sein. So wie die Neukonnotierung und solidarische Reorganisierung der Reproduktionsarbeit im Allgemeinen. Sorge-, Bildungs- und Pflegearbeit stellen die Grundlage für ein gutes, erfülltes und sicheres Leben, sie sind die Aufgaben aller Menschen und müssen der Mittelpunkt einer sozialen Gesellschaft sein.

Darüber hinaus dürfen wir aber niemals vergessen, dass es echte Befreiung im Kapitalismus nicht geben kann. Denn im Kapitalismus werden wir in Form von Lohnarbeit und dem Löwinnenanteil der Reproduktionsarbeit doppelt ausgebeutet. Der Kapitalismus ist es auch, der verantwortlich ist für die Auslagerung dieser Arbeit auf marginalisierte Menschen. Eine Verlagerung der Unterdrückung der Frau aus den Haushalten in das kapitalistische System der Ausbeutung bedeutet in der Realität eine Unterdrückung und Ausbeutung im Privaten und Öffentlichen – die doppelte Ausbeutung der Frau im Kapitalismus.

Denn dieses System reproduziert das Patriarchat. Die Befreiung der Frau von der ihn stützenden Reproduktionsarbeit, soweit sie nicht zur Ware gemacht werden kann, steht der Verwertungslogik des Kapitalismus konträr gegenüber. So reproduziert der Kapitalismus patriarchale Verhältnisse und Gewalt, um sich selbst zu erhalten. Kämpfe gegen Patriarchat und Kapitalismus müssen zusammen geführt werden.
Also, liebe Freundinnen, liebe Genossinnen und liebe Verbündete, lasst uns unsere Kämpfe verbinden, im Großen, wie im Kleinen. Lasst uns kämpfen gegen Patriarchat und Kapitalismus, gegen Geschlechterrollen und die doppelte Ausbeutung, für eine solidarisch organisierte Reproduktionsarbeit und ein gutes Leben für alle Menschen.

Heute und alle Tage!

*Die Veranstaltung zum 8. März 2022 auf dem Dellplatz in Duisburg wurde von einem Bündnis aus Einzelpersonen unter dem Motto „Wie kämpf(s)t DU? – Kämpfe verbinden“ geplant und durchgeführt.

Protest gegen „Querdenken“

Bei ziemlich beschissenem Wetter waren wir heute mit insgesamt 200 Personen auf dem Von-der-Leyen-Platz vor dem Krefelder Rathaus, um der zeitgleich stattgefundenen Querdenken-Demonstration etwas entgegen zu setzen. Deren Teilnehmenden waren auch wenig erfreut über unsere Anwesenheit und gerieten das ein oder andere mal ziemlich in Rage. Gut so.

Im Anschluss verfolgte die Polizei noch einige Antifas durch die Innenstadt und hielt diese von der Querdenken-Demo fern. Einzelne Personen wurden sogar bis zur eigenen Haustür eskortiert.

Hier dokumentieren wir unseren kurzen Redebeitrag auf der Kundgebung.

„Protest gegen „Querdenken““ weiterlesen

Gegen jeden Antisemitismus

Vergangenen Freitag kam es bei einer Hanau-Gedenkveranstaltung in Köln zu anti-israelischen Äußerungen. Alle Details dazu beim Bündnis gegen Antisemitismus Köln.

Wir haben dies zum Anlass genommen, einen Teil unseres Redebeitrages, den wir im September bei einer Kundgebung in Krefeld anlässlich 6 Monaten Hanau gehalten haben, zu veröffentlichen. Denn gerade vor dem Hintergrund, dass der Attentäter ein manifestes antisemitisches Weltbild besaß und unter anderem die Vernichtung Israels forderte, sind die Äußerungen von „Palästina Spricht NRW“ und „Young Struggle Köln“ blanker Hohn.

[…] Das Weltbild der Täter [Hanau, Christchurch, Halle und Utoya] und ihres in Internetforen applaudierenden Publikums ist lächerlich einfach. Man wähnt sich als Held in einem weltumspannenden Kampf von Gut gegen Böse. Anhänger der QAnon-Theorie fungieren als tausendfache Multiplikatoren dieser wirren Weltwahrnehmung. Immer sind die Phantasmen einer jüdischen Weltverschwörung, eines betrogenen Volkes und einer erwählten Rasse präsent.
All das finden wir auch in den schriftlichen Hinterlassenschaften des Täters von Hanau. Ein unerträgliches Schwadronieren über Geheimgesellschaften, Deepstate und satanische Eliten.

Was für die meisten ein hinreichender Grund wäre, eine schwere Paranoia zu diagnostizieren, avanciert zu einer Massenmeinung. Es wäre eine Verschleierung massiver antimoderner und regressiver Strömungen und der sie bedingenden Verhältnisse, wenn man die Täter als einsame Irre darstellt. […]
Antisemitismus und Rassismus stehen in der Welt der Täter nicht unabhängig nebeneinander; sie werden in einen kausalen Zusammenhang gesetzt. Der Jude – meist verklausuliert als „geheimer Zirkel“ – ist der Strippenzieher, derjenige, der die Welt ins Chaos stürzen und das (deutsche) Volk zu unterdrücken gedenkt. Schwarze und nicht als „deutsch“ wahrgenommene Menschen werden als niedere, primitive Rasse angesehen. Im großen Geheimplan werden sie als entindividualisierte Masse betrachtet, die von den Mächtigen wie Schachfiguren eingesetzt würden, um ihre sadistischen Pläne durchzusetzen. Im Kleinen sorgen diese Menschen dann allerdings ganz konkret dafür, dass das „Deutschtum“ zersetzt werde. Eine Vorstellung, die in weiten Teilen der extremen Rechten vertreten wird, nicht zuletzt bei der Identitären Bewegung.

Der Kampf gegen Rassismus kann erst dann erfolgreich sein, wenn er mit dem Kampf gegen Antisemitismus verbunden wird. Eliminatorische Vernichtsungsfantasien, wie sie von immer mehr Männern in die Tat umgesetzt werden, speisen sich nämlich gerade aus der Verknüpfung aus beidem. Der Rückzug in Verschwörungsideologien, die jeglicher Rationalität entbehren und von einfachstem Freund-Feind-Denken geprägt sind, erscheint dabei als treibende Kraft für die eigene Radikalisierung. […]

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Redebeiträge als Video (Facebook-Link)

„Wird antisemitische Gesinnung laut, so fühlt sie sich als bürgerlich und aufsässig zugleich.“ (Max Horkheimer)

Es ist ein weit verbreiteter Trugschluss, dass die ökonomische Mitte mit der politischen Mitte zusammenfällt. Tatsächlich gedeiht der Faschismus gerade im Bürgertum; bzw. dort, wo das Bürgertum aufhört, bürgerlich zu sein. Eine Erkenntnis, die bereits bei Erscheinen der „Dialektik der Aufklärung“ 1944 nicht wirklich neu war. Die Idee, „gutwillige Bürger“, die sich die Begriffe „Demokratie“, „Frieden“ und „Liebe“ auf die Fahnen geschrieben haben, könnten nicht faschistisch oder antisemitisch sein, ist – auch historisch gesehen – vollkommen haltlos. Gerade die am stärksten an die Normen und Moralvorstellungen der bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft Angepassten, hegen die stärksten Aggressionen gegen Unangepasste und Normverletzer, was sich in einer hohen Anfälligkeit für faschistische Ideologie niederschlägt.

Ihre bürgerliche Selbstidentifikation fängt schnell an zu bröckeln, wenn man gegen die „Berufspolitikerklasse“ ins Feld zieht, was sich auch in den Krefelder Telegramgruppen beobachten lässt: Staatskrebs. Bilderberger Schuldknechtschaft. Der Dreck muss weg. Elende Wesen. Dunkle Mächte. Freimaurer Volksverhöhnung. Oder die Entmenschlichung von PolitikerInnen.

Auch das Selbstbild als Kämpfer gegen eine angebliche Merkel- oder EU-Diktatur ist schnell als Farce entlarvt, wenn man einen Blick darauf wirft, wer für die bundesweiten und Krefelder „Querdenker“ als Vorbild gilt: Trump und Putin. Und nicht zu vergessen das auf Disziplin gefußte Deutsche Kaiserreich. Es sollte klar sein, dass jene Personen nicht auf die Straße gehen, um gegen eine Diktatur zu demonstrieren, sondern um eine zu errichten.

„Es gehört zu den Grundstücken der deutschen Ideologie, dass es keine Einzelgänger geben soll.“ (Theodor W. Adorno)

Es ist kein Zufall, dass sich die Querdenken-Bewegung als „weder rechts noch links“ bezeichnet und dass sie sich als unpolitisch inszeniert und sämtliche Parteien bzw. das gesamte Parteiensystem ablehnt. Was fälschlicherweise gerne als leere Floskel verstanden wird, ist viel mehr Ausdruck einer tief sitzenden Vorstellung über die Gesellschaft. Schon vor mehr als hundert Jahren brachte Kaiser Wilhelm II jene Vorstellung auf den Punkt, als er sagte: „Ich kenne keine Parteien mehr, ich kenne nur noch Deutsche“.

Die Vorstellung ist so absurd wie weit verbreitet: Sie geht davon aus, dass jedes „Volk“ nicht nur eine eigene Identität, sondern auch gemeinsame Werte und ähnliche politische Vorstellungen teilt. Wenn jene Kreise „Wir sind das Volk“ rufend durch die Straße ziehen, dann gehen sie tatsächlich davon aus, die Gesamtheit des „deutschen Volkes“ zu vertreten. In ihrer Vorstellung ist kein Platz für Pluralität. AbweichlerInnen werden als fremdgesteuert, bezahlt oder indokriniert angesehen und nicht als frei entscheidende Personen. PolitikerInnen gelten schnell als Volksverräter und nicht dem Volk zugehörig; alleine schon aufgrund der Tatsache, dass das Aushandeln von Kompromissen einer als natürlich empfundenen Gemeinschaft entgegen stünde. Dass es in einer Gesellschaft tatsächlich grundlegend unterschiedliche Auffassungen zu verschiedenen Themen geben kann, entspricht nicht den Fantasien einer geschlossenen Volksgemeinschaft. Und die Tatsache, dass es eben doch der Fall ist, wird gerne damit erklärt, die Elite würde durch eine „Teile und herrsche“-Politik bewusst einen Keil in die Gesellschaft treiben, um den sonst drohenden Volkszorn im Keim zu ersticken.

Daher verwundert es auch nicht, dass gerade bei den Krefelder „Querdenkern“ der Vorwurf des „Spalters“ am schwersten wiegt. Wird eine antisemitische Äußerung kritisiert, diskutiert man nicht etwa über Antisemitismus, sondern darüber, ob jene Kritik dazu gedacht war, Unruhe zu stiften und die friedliche Gemeinschaft zu stören. Es gibt keinen Platz für Diskussionen oder kritische Nachfragen, sofern sie dazu führen könnten, dass dies für Meinungsverschiedenheiten und eine Polarisation sorgt. Und erst recht kommt es in keinem Fall zu einer Distanzierung.

Die Volksgemeinschaft ist schließlich des Deutschens höchstes Gut. Wie schnell eine solche Weltsicht zu Vernichtungswünschen gegenüber solchen führt, die der Volksgemeinschaft als nicht zugehörig oder gar als zersetzend angesehen werden, sollte offensichtlich sein. Jene Gefahr erkannte schon Kurt Tucholsky, als er sagte „Nie geraten die Deutschen so außer sich, wie wenn sie zu sich kommen wollen.“

„Wenn der Jude nicht existierte,
würde der Antisemit ihn erfinden.“ (Jean-Paul Sartre)

Als Antisemitismus kann nicht nur die offene Feindschaft gegenüber Jüdinnen und Juden bezeichnet werden, sondern vielmehr eine bestimmte Art zu denken. In der antisemitischen Fantasie kann prinzipiell jeder die Funktion des Juden einnehmen. Denn der Antisemitismus speist sich nicht aus dem realen jüdischen Verhalten, sondern aus dem Gerücht über die Juden. Die Geschichte der Juden dient als Transparenzfolie, wird aber willkürlich entstellt. Als Jude können daher auch Menschen oder Eigenschaften deklariert werden, die es real nicht einmal gibt. Der Antisemit konstruiert sich den Juden so, wie es seinen Bedürfnissen entspricht. Und was immer der Jude tut, er kann das Vorurteil nur bestätigen. Jegliches Verhalten wird als eigentlicher Beweis in die eigene Wahnvorstellung eingearbeitet. Denn die Antisemitinnen und Antisemiten passen die Wirklichkeit dem eigenen Wahn an, statt umgekehrt. Antisemitismus kann daher nur dechiffriert werden, wenn man den Antisemiten selbst analysiert, wie es Samuel Salzborn treffend ausdrückte.

Und dabei wird deutlich: Jüdinnen und Juden dienen den Antisemiten als Mittel, das Abstrakte des Kapitalismus greifbar zu machen, zu konkretisieren und damit als reales Feindbild angreifbar zu machen. Der Jude steht stellvertretend für jene Werte, die man ihm zuspricht und die der Antisemit verachtet: Aufklärung, Urbanität, Mobilität, Universalismus, Intellektualität, Sozialismus. Nicht zufällig beziehen sich die Antisemitinnen und Antisemiten positiv auf die dem angeblichen“jüdischen“ konträr entgegenstehenden Werte: Tradition, „ehrliche“ Arbeit, Volksgemeinschaft, Verwurzelung, Nationalismus.

Diese Erkenntnis bedeutet allerdings nicht, dass Jüdinnen und Juden rein zufällig ausgewählt wurden und der Antisemitismus willkürlich auf jede beliebige Bevölkerungsgruppe übertragen werden kann. Es ist historisch und ideologisch eindeutig, dass sich die antisemitische Praxis und Theorie stets gegen Jüdinnen und Juden richtete und richtet. Spätestens dann, wenn die AntisemitInnen die Möglichkeiten dazu besitzt und keine gesellschaftlichen Tabus sie davon abhalten.

„… dass sie nämlich in gewisser Weise die Katastophe wollen, dass sie von Weltuntergangsphantasien sich nähren.“ (Theodor W. Adorno)

Nicht erst mit den Aufrufen zur Großdemonstration am Samstag in Berlin wurde klar, was von dem friedlichen Selbstverständnis der Querdenken-Bewegung zu halten ist. In den Krefelder Telegramgruppen wurde der Demonstrationstag voller Vorfreude zu einem „Endspiel“, einer neuen „Varusschlacht“ oder einem zweiten „Maydan“ hochstilisiert. Insbesondere das zwischenzeitige Verbot der Demonstration sorgte für regelrechte Enthusiasmuswellen. Mit Parolen wie „Volk stehe auf und Sturm brich los“ wurde zum großen Umsturz und zum „Sturm auf Berlin“ mobilisiert. Endlich gebe es die lang ersehnte Möglichkeit, den „Sack zu zu machen“ und das „System zu kippen“.

Es ist ein ganz zentraler Aspekt faschistischer Ideologie, dass der Ausnahmezustand, die soziale Katastrophe herbeigesehent wird. Nicht nur aufgrund der erhofften Ergebnisse, sondern als Happening an sich. Es ist der Wunsch, dass endlich etwas passiert. Dass man Teil eines geschichtlichen Ereignisses wird, was durchaus religiöse Züge anzunehmen scheint. Dass man heldenhaft in den Krieg zieht. Selbst dann, wenn man dazu tagelang in einem Zeltlager in Berlin übernachten müsse, wie es ein Krefelder Demoteilnehmer plante. Ein anderer Krefelder wusste zu ergänzen: „Feiglinge schreiben keine Geschichte. Nur die Mutigen.“

Auch für Umberto Eco zählte die „Glorifizierung des Kampfes zum sinnstiftenden Element“ zu einem der zentralen Aspekte des Ur-Faschismus. Schon bei der ersten Großdemo in Berlin am 1.8. ließ sich jene Tendenz erkennen. Zugegeben: Die für den Faschismus wichtigen Eigenschaften wie Disziplin, Uniformierung oder Bellizismus spielten zumindest in der offensichtlichen Außendarstellung keine entscheidende Rolle. Doch die fast ausschließliche Fokussierung auf „das tolle Gefühl“, das man bei der Demonstration erlebte, die in der Luft liegende Energie, die Mobilisierung oder die Vorstellung, das Volk würde endlich aufwachen, machte deutlich, worum es den Demonstrierenden wirklich ging. Um Inhalte scheinbar nicht. Entsprechend verwundert es auch nicht, dass immer noch von exorbitanten Teilnehmendenzahlen gesprochen wird. Denn ohne diese würde das Happening nicht die Kraft haben, die man ihm beimisst. Und ohne diese Menschenmassen würde der ersehnte Umsturz, die gesellschaftliche Katastrophe eben doch nicht so sehr zum Greifen nahe sein.

Aber man muss nicht einmal auf die Großereignisse schauen, um eine gewisse Faszination für Weltuntergangs- und Katastrophenszenarien zu erkennen. Gewisserweise nährt sich die gesamte New World Order Verschwörungstheorie von der Vorstellung des Endes der Menschheit, wie wir sie kennen. Sei es das Chippen mit RFID-Chips, die bewusste Zerstörung der menschlichen Körper durch Impfungen, Medizin und 5G-Wellen oder die Befürchtung, eine „Elite“ arbeite an der gezielten Vernichtung des deutschen Volkes. Von den Weltuntergangsphantasien rund um einen bevorstehenden dritten Weltkrieg oder einen Endkampf zwischen den guten Kräften und den bösen Kabalen, die teils als Außerirdische beschrieben werden, ganz zu schweigen.

So grotesk dieser imaginierte Kampf gegen erfundenen Katastrophen auch ist, so sagt er doch eine ganze Menge über die insgeheimen Begierden derer aus, die sich auf die Fahne geschrieben haben, gegen diese Katastrophen kämpfen zu wollen.

Wie Leo Löwenthal in seinen Studien zum Autoritarismus festhielt: „Die Furcht wird zu einer Art Fantasiewelt – d.h. Angst wird in eine morbide, nihilistische Erwartung der totalen Vernichtung – nicht gar in Hoffnung darauf – verwandelt. Der faschistische Agitator vermischt wirkliche Gefahren mit der Vision tödlicher Angriffe auf die Menschheit, die von irdischen und kosmischen Kräften geplant zu sein scheinen. Durch die Anhäufung von erfundenen Schrecken auf wirkliche werden die Zuhörer intellektuell auf den Weg des geringsten Widerstands getrieben. Um die Gründe ihrer Frustration zu verstehen, müssen sie sich nicht länger mit so komplizierten Problemen wie Steuergesetzen, Gewerkschaften, Regierungsmaßnahmen, der Organisation des Kreditwesens etc. befassen. Alle diese Dinge, welche die Leute verwirren, werden auf einen gemeinsamen Nenner gebracht: sie sind nichts als verschiedene Aspekte einer in ihrem Grunde grausam eingerichteten Welt. Die Idee der Katastrophe enthält einen willkommenen Stimulus für den impulsiven Zerstörungstrieb der Zuhörer.“

„Rebellen ohne Grund“ (Michaela von Freyhold)

An dieser Stelle zitieren wir die Genossinnen und Genossen der antifaschistischen Gruppe Eklat Münster, die in ihrer Broschüre „Mobilisierbare Deutsche“ treffend beschrieben haben, was es mit der Pseudo-Auflehnung der Corona-Rebellen auf sich hat:

„Was „Hygienedemos“ & Co. vor allem zeigen, ist, dass nicht wenige für eine Mobilisierung offen sind: dass sie nur darauf gewartet haben oder sich schnell darin wiederfinden, sobald sie loslegt. Egal, worum es geht. Es ist die ganz klassische konformistische Revolte, die aus ihrem Gestus der Rebellion heraus lebt, mit dem sie die unbegriffene Ohnmacht des bürgerlichen Subjekts durch eine imaginierte Selbstermächtigung zu überwinden versucht – während sie die realen Gründe der Ohnmacht unangetastet und ungeklärt lässt und die realen gesellschaftlichen Verhältnisse konsequent verpasst.

So ist ein Teil der Parolen, die in diesem Zusammenhang in Umlauf gebracht werden, in ihrer Allgemeinheit und Unschärfe erst einmal kaum abzulehnen: Für Freiheit, für Rechte, gegen autoritäre Auswüchse, gegen den Faschismus. Diese Parolen sprechen auch viele an, die aus genauso vagen „guten Intentionen“ motiviert sind, jedoch keinerlei Begriffe, weder zur Bestimmung der gemeinten Emanzipation noch zur Kritik der Gesellschaft zur Verfügung haben. Ohne fundierten Wirklichkeitsbezug sagen diese Parolen nichts aus und werden zum Einfallstor für wahnhafte Vorstellungen und rechte Agitation.“

Dem können wir uns nur anschließen.
Rebellion? Na klar! Aber nicht so!

Kurzbericht #kr0308

Mit insgesamt 175 Personen haben wir gestern gemeinsam gegen die Krefelder „Corona-Rebellen“ demonstriert. Nach nun 3 Monaten montäglichen Kundgebungen konnten die Verschwörungsideologinnen und -ideologen damit erstmals nicht ungestört ihre teils antisemitische Agenda auf dem Theaterplatz verbreiten.

Um 18:30 Uhr, eine halbe Stunde vor der Anti-Corona-Kundgebung, fand sich bereits das breite Bündnis aus antifaschistischen und zivilgesellschaftlichen Gruppen und Parteien am Theaterplatz ein. In Redebeiträgen unter anderem von den Jusos, der Grünen Jugend und uns wiesen wir auf die extrem rechten Personen und Positionen innerhalb der Gruppe hin und befassten uns ausführlich mit dem antisemitischen und eliminatorischen Charakter von Verschwörungswahn. Unseren Redebeitrag dazu haben wir unten dokumentiert.

Auf der Seite der Verschwörungsgläubigen fanden sich mit insgesamt 50 Personen zwar mehr ein als in den vergangenen Wochen (30-40 Personen), als ein großes Aufbäumen, wie wir es nach der Großdemonstration in Berlin und der auch überregionalen Mobilisierung befürchtet hatten, kann das allerdings nicht angesehen werden. Ihre übliche Leier spulten sie diesmal eine halbe Stunde länger ab als gewohnt, wurden durch den sehr lauten Gegenprotest allerdings durchgehend übertönt. Die Polizei war kaum vertreten und hielt sich auffällig zurück, musste nur den Aufruf zur Remonstration seitens der „Corona-Rebellen“ über sich ergeben lassen.

Um 20:30 Uhr haben wir die Demonstration ohne weitere Vorkommnisse beendet. Einen riesen Dank an alle, die sich am Gegenprotest beteiligt haben.

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